Das Mebus Weinig Duo zelebriert sowohl die solistische Qualität der beiden Musiker, als auch die außergewöhnliche Verbindung von Trompete und Kontrabass - eine klangliche Symbiose des Frequenzspektrums. Wie zwei unterschiedliche Pole stehen die hohen, verspielten Trompetentöne im Kontrast zum erdigen, tiefen Kontrabasssound und verschmelzen doch miteinander zu einer Einheit. Gegensätze ziehen sich an, das gilt auch für die beiden Musikerpersönlichkeiten, die eine lange Freundschaft eint


Marko Mebus, geboren 1993, fand über seine Schulbigband zum
Jazz. Es folgten Stationen wie das Landesjugendjazzorchester
Rheinland-Pfalz, das Musikstudium in Mainz bei Axel Schlosser
und Frank Wellert sowie die Aufnahme in das Bundesjazzorchester
2016. Marko war bereits in großen Klangkörpern wie der HR
Bigband oder der Danish Radio Bigband zu hören, ist Mitglied
des Nürnberger Sunday Night Orchestra, leitet eigene Projekte
in Oktett-, Quartett- und Quintettform und ist ein
deutschlandweit gefragter Trompeter, über den Jazz hinaus auch
in der Salsa-Szene.
Seit Oktober 2024 ist er Dozent für Jazztrompete und Ensemble
an der Hochschule für Musik Mainz.
Bastian Weinig, geboren 1992, ist ein virtuoser junger Jazz-Bassist. Sein Spiel prägen melodiöse Basssoli und ein kerniger Groove, der das Fundament zahlreicher Bands, wie beispielsweise Sam Hogarth Trio, SH4iKH Quartett oder der Hausband des Jazzkeller Frankfurt, bildet. Seit 2019 gehört er neben Christof Lauer, Stefan Lottermann, John Schröder und Sebastian Sternal zur Stammbesetzung des hr-Jazzensembles mit regelmäßigen Radioproduktionen und Auftritten u.a. bei Jazz im Palmengarten, dem Fabrik Jazz Festival und in der Alten Oper Frankfurt.

Zu ihrem Debüt Album Dualität haben beide Musiker jeweils vier Kompositionen beigesteuert, die belegen wie vielseitig und abwechslungsreich ein Duo sein kann. MitSpoof the Greenhorn und Ol’Sport - dem „Alten Kumpel Jazz“ gewidmet - verneigen sich die beiden Musiker vor der Jazztradition. Im Gegensatz dazu erforschenMorgengrauen und Sonnenuntergang und The Homeeher zeitgenössischere Gefilde. Eigene Erfahrungen, Erlebnisse und Gefühle (Schmelzende Eisblumen, What She Might Be Thinking) werden genauso musikalisch ausgedeutet, wie (ir-)rationale, mathematische Zahlen (100Freunde der Zahl Pi). Diese inhaltlichen Dualitäten sprechen für die Vielseitigkeit der beiden Musiker, die sich zum Schluss ihres Programms mit Cole Porters What Is This Thing Called Love bei einem ihrer Lieblingsstandards wieder treffen.